Über Textblockade

Da rauscht man nichts ahnend durch das Netz, womöglich auf der Flucht vor Einhorn-Hypes und Schlumpfenvideos und läuft schnurstracks gegen eine Blockade aus Text. Mein Name ist Julian und Textblockade ist ein Blog über Popkultur. Hier gelten ein paar eigene Regeln – Textblockaden wenn man so will. Meine Person soll auf diesem Blog eine untergeordnete Rolle spielen. Ich habe Gedanken und Ideen, sollte ich diese noch nicht allzu oft irgendwo gehört oder gelesen haben, schreibe ich sie auf. Das ist eigentlich alles.

Wenn es dich brennend interessiert, wer ich bin, ob ich mich gerne im Kino umdrehe, um in die Gesichter zu schauen oder meine Hände in Körbe voller Sonnenblumenkerne tauche, kannst du mich das gerne fragen.

Ein paar Schlagworte dennoch zu mir: Ich bin gegen Rassismus, Sexismus, generell Menschenfeindlichkeit. Dementsprechend dulde ich keine Beleidigungen und Menschenfeindlichkeit in den Kommentaren. Seid nett zueinander – konstruktiv diskutieren? gerne! Beleidigend werden? Nö.

Hier sind  die Textblockaden, die ich mir selbst für diesen Blog in den Weg lege:

1. Textblockade: Kein allzu starker Ich-Bezug

Was ich persönlich von einem Gegenstand halte, ist größtenteils unwichtig. Auf Textblockade sind einzelne Aspekte gewisser (pop-)kultureller Gegenstände von Interesse. Ob das nun für mich persönlich ein ganz tolles Buch, ein mittelmäßiger Film oder ein extrem schlechtes Spiel ist, ist weniger von Bedeutung.

Ich verzichte also (im Gegensatz zu dieser Erklärbär-Seite) möglichst auf die Ich-Form. Ich spiele keine Rolle innerhalb der Artikel, deshalb brauchen sie auch keinen Ich-Erzähler. Das ist natürlich eine rein stilistische Entscheidung. Die Texte sind subjektiv gefärbt, Objektivität ist auch hier ein Näherungswert.

2. Textblockade: Keine Rezensionen

Das geht im Grunde aus dem ersten Punkt hervor. Nichts gegen Rezensionen, aber sie existieren im Netz wie Hundebilder. Und wer könnte schon etwas gegen Hundebilder haben? Es ist nur, solange es Hunde, Bilder und das Internet gibt, für reichlich Hundebilder im Internet gesorgt. Also werde ich auf diesem Blog nicht weiter zu Rezensionen beitragen. (Hundebilder hingegen…)

Natürlich könnte man jetzt argumentieren, dass die Artikel auf Textblockade in gewisser Weise per Definition auch Rezensionen sind. Aber du weißt schon: Es geht nicht darum, wie gut oder schlecht etwas ist, ich vergebe keine Sterne, gehe nicht über Los, blabla, abgegriffene Monopoly-Referenz. Das schließt mit ein, dass ich das jeweilige Werk nicht sonderlich ausufernd vorstelle, vielleicht nenne ich nicht einmal, wer dafür verantwortlich ist. Die Texte sind schließlich schon lang genug und weitere Infos sind nur wenige Klicks entfernt.

3. Textblockade: Kein allzu starker Autoren-Bezug

Eine komplette Trennung von Künstler und Kunst ist kaum möglich. Vor allem, weil wir in einer Öffentlichkeit leben, in der die Künstler oft sehr präsent sind. Textblockade soll dem interpretatorisch entgegenwirken. Das bedeutet aber nicht, dass ich Problematiken der Künstler ausblende, wofür die Trennung von Kunst und Künstler sonst manchmal gern missbraucht wird. Sollte der Künstler für fragwürdige Aktionen bekannt sein oder problematische Ideologien vertreten, werde ich entweder darauf hinweisen, es diskutieren oder das Werk gar nicht erst besprechen.

Detaillierte Auskünfte über die Vita eines Autors wird es hier jedenfalls nicht geben. Sicherlich legen Autorinnen und Autoren sehr viel in ihre Werke und man kann deshalb auch etwas von ihnen darin finden. Man kann darauf hinweisen, wer die Autorin oder der Autor ist, was sie sonst so fabriziert haben, man kann es aber tatsächlich auch lassen. Das soll hier also nicht so eine große Rolle spielen. Wichtig sind die Werke für sich gesehen. Es kann vorkommen, dass der Autor hervorgehoben wird, weil er selbst für das größer gehaltene Thema des Artikels wichtig ist. Aber einzelne Autoren stehen nicht im Zentrum des Artikels.

4. Textblockade: In der Kürze liegt die …

Ach, du weißt doch, welches Wort jetzt gekommen wäre. (Wenn nicht, geh doch dahin, wo der Pfeffer wächst.) Die Artikel sind auf höchstens 1250 Wörter begrenzt, von Bildunterschriften abgesehen. Das Textformat ist ja nun wirklich nicht das beliebteste und wir haben ja alle keine Zeit. Für 1250 Wörter braucht man im Durchschnitt eine Lesezeit von fünf Minuten – das kann man sicherlich mal zwischendurch für einen Artikel aufbringen. Während der ein oder andere Blog einem doch Mal das Ohr bzw. Auge abkaut, ist Textblockade ein (hoffentlich nahrhafter) Snack für zwischendurch. Videos werden womöglich mehr Wörter beinhalten, sind dafür aber eben auch Videos.

5. Textblockade: Keep It Simple

Hier soll es nicht darum gehen, mit lateinischen Sprichwörtern zu jonglieren oder komplizierte Satzkonstruktionen rauszuhauen. Im Idealfall kann jeder die Texte auf textblockade.de lesen und verstehen. Um den Blog komplett barrierefrei zu gestalten, fehlt mir momentan leider noch die Zeit, trotzdem ist mir der Punkt wichtig. Feedback in diese Richtung hilft mir also besonders: Solltest du etwas nicht verstehen, ist das höchstwahrscheinlich nicht dein Fehler, sondern meiner. Ich lerne sehr gerne dazu.

6. Textblockade: Ausnahmen durchbrechen die Blockade

Es wird Ausnahmen geben. Die werden aber nicht so einfach zu finden sein. Es gibt versteckte Links in den Artikeln auf textblockade.de, die einen anderen, persönlicheren Bezug zum Thema nehmen oder ein kleines, verspieltes Gimmick offenbaren. Wenn die Leser also die Blockade durchbrechen, mache ich das auch. Halte die Augen offen. Falls in einem Artikel ein Link versteckt ist, erkennt man das an einem kleinen Pluszeichen am Ende des Artikels.

Ich möchte dazu noch betonen, dass ich nicht behaupte, hiermit irgend etwas Neues zu machen. Das hat es alles schon gegeben. Ich wollte nur einmal offen legen, wie ich arbeite. So kannst du auch direkt schauen, ob dieser Blog etwas für dich ist.

 

Falls du bleiben willst, wünsche ich viel Spaß!